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    Bin in 10 Minuten zurück!

    29. Juli 2010

    Eine wilde & bunte Kunst-Mischung zeigt der lothringer  Ableger des Pariser Centre Pompidou’ in Metz. Die einen Architekten werden die Form bejubeln, die anderen werden die Materialmischung unerträglich finden und ganz Böswillige sehen ganz aus der Nähe gar eine Mischung aus Feuerwehrmagazin und Almhütte: Die Architektur des “kleinen” Centre Pompidou in Metz ist Geschmackssache, wie eben so vieles. Ein Ziel ist mit dem Museum ganz sicher erreicht worden. Lothringen und speziell Metz sollten mit einer führenden kulturellen Einrichtung ausgestattet werden.

    Ohne Blitz und ohne Stativ durfte im Innenraum geknipst werden, doch für einen ersten Eindruck taugen die entstandenen Fotos. Von sechs bunt bemalten Holzstangen von André Cadere bis zu einer witzigen Installation von Robert Fillion ist eine Menge in der Ausstellung zu sehen.

    Unten gibt es ein bisschen Knipsware, die das Museum zeigt und ein paar bunte und witzige Exponate aus der Ausstellung Chefs-d’oevre? Zu Deutsch: Meisterwerke? Ach so, ja, die Installation von Robert Fillion zeigt vermeintliche Putzfrauen-Utensilien mit dem vom Museum frei ins Deutsche übersetzten Titel: Bin in 10 Minuten zurück!

    Metz lohnt sich und ein Besuch des neuen Centre Pompidou vor Ort sowieso. Nicht vergessen, im Museums-Café bei Espresso oder Weißwein über die Architektur zu streiten!

    Bin in 10 Minuten zurück...

    Bin in 10 Minuten zurück...

    Die Ausstellung “Meisterwerke” läuft noch bis 25. Oktober 2010. Auf 5.000 Quadratmetern werden 800 Werke präsentiert. Das Haus hat täglich außer dienstags geöffnet. Mehr Infos gibt es hier: www.centrepompidou-metz.fr

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Das Leben kleben

    28. Juli 2010

    Gestern wurde in Finnland der Tag des verschlafenen Kopfes begangen: wer da am längsten im Bett liegt, wird mit Wasser übergossen. Weil ich aber Urlaub habe, war ich heute am längsten im Bett. Länger als Sie. Wetten? Insofern ist der heutige Mittwoch mein persönlicher Tag des verschlafenen Kopfes. Und kaum verließ ich das Haus, wurde ich auch schon mit Wasser übergossen. Der Wolkenbruch hatte extra so lange gewartet.

    In dem mit Fleiß zusammengestellten Buch “Es wird eng im Kalender – 365 kuriose Gedenk- und Feiertage” von Timo Lokoschat steht am 27. Juli der besagte Tag des verschlafenen Kopfes. Falls Sie jetzt abspeichern, wann ich lange geschlafen habe und wenn Sie das noch monatelang wissen, dann möchte ich Sie mit dem heutigen Tag bekannt machen: “Tag des Buchhalters” (Accountant’s Day). Morgen wird der “Tag des Regens” sein, der seit 1874 in Pennsylvania begangen wird. Da hoffe ich, dass der Regen ebendort herunterkommt und nicht wieder bei mir, hier im Schwabenland. Ach so, übrigens: am 30. Juli ist Zusapätkommtag. Im Buch steht auch eine skurrile Ausrede für Zuspätkommer: “Am Aufzug stand “Für 6 Personen” und ich brauchte eine Stunde, um fünf weitere zu finden.”

    Gestern gönnte ich mir ein außergewöhnliches Hörbuch, das ich auf einer längeren Autofahrt genoss. Es geht darin um eine Kollegin, um eine Journalistin, die für eine Klebstoff-Fachzeitschrift schreibt. Das allein machte mich schon neugierig und die Entscheidung für das Buch “Das Leben kleben” war goldrichtig. Wobei: zur Genüge werden auch ungute Gerüche beschrieben, die nichts mit Klebstoff zu tun haben. Ein bisschen Ekelpotenzial hat das Werk von Marina Lewycka also ebenfalls… Aber es ist lesens- bzw. hörenswert. Absolut. (Die Autorin schrieb übrigens auch das Buch “Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch” -  klasse!)

    So, damit Sie noch alle Daten haben, falls Sie eines der Bücher lesen oder verschenken möchten:

    Es wird eng im Kalender. 365 kuriose Gedenk- und Feiertage. Timo Lokoschat. Verlag Sanssouci. ISBN 978-3-8363-0218-0, 12,90 Euro.

    Das Leben kleben. Marina Lewycka. Hörbuch mit 4 CDs. Gelesen von Katharina Thalback. Der Hörverlag. ISBN 978-3-86717-521-0. 10,50 Euro.

    Hoffentlich haben Sie die Muße für Bücher oder Hörbücher. Falls ja: viel Spaß damit.

    Herzliche Grüße Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.twitter.com/malerblatt


    Spachteln und Verputzen!

    25. Juli 2010

    Die Oberflächenstruktur ist ganz schön heftig – und die Farbe noch mehr. Spachteln und Verputzen, das ist in diesem Fall mein einziger Tipp. Oder wie sehen Sie das? Lassen Sie die im elsäßischen Saverne geknipsten Fotos unten auf sich wirken…

    Die Farbe ist gewöhnungsbedürftig...

    Die Farbe ist gewöhnungsbedürftig...

    ...und die Oberflächenstruktur ebenso.

    ...und die Oberflächenstruktur ebenso.

    Bei dieser sonderbaren Oberfläche...

    Bei dieser sonderbaren Oberfläche...

    ...und dieser schrillen Farbkombination scheint nur eines zu helfen:

    ...und dieser schrillen Farbkombination scheint nur eines zu helfen:

    Spachteln und Verputzen!

    Spachteln und Verputzen!

    Es grüßt verschmitzt & in Urlaubsstimmung

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Leben wegwerfen? Nö, das doch nicht!

    21. Juli 2010

    Meine Knipsschatulle ist ein unerschöpfliches Reservoir an Schnappschüssen, an Witzigem & Seltsamem. In Essen, ja in Essen (ich werde Sie noch lange genug mit Essen-Mitbringseln quälen), fand ich in der Innenstadt zwei wunderschöne Arbeiten.

    Die eine bestand aus einem Spruch in einer Unterführung: Es ist nie zu spät, sein Leben wegzuwerfen! Jeden Romantiker wirft natürlich so ein Wortverbrechen um Jahre zurück. Aber, ein bisschen augenzwinkernd betrachtet, ist der Satz doch ganz schön lustig. Für mich jedenfalls. Und, keine Sorge, ich habe abstimmen lassen im Kollegenkreis: nichts wird weggeworfen, gleich gar nicht ein Leben. Somit: keine Gefahr im Anzug (ich übrigens ebenfalls nicht im Anzug).

    Das andere Motiv ist völlig ohne Text, doch trotzdem nicht gewaltfrei. Ein Pistolero bedroht jedenfalls zwei andere Kreaturen mit, na, genau: einer Pistole!

    Beim Wegwerfen des Lebens bitte auf die Mülltrennung achten!

    Beim Wegwerfen des Lebens bitte auf die Mülltrennung achten!

    Bedrohte Kreaturen und einen Pistolero mit ähnlich benamter Waffe.

    Bedrohte Kreaturen und einen Pistolero mit ähnlich benamter Waffe.

    Sie suchen den tieferen Sinn von all dem? Das enttäuscht mich jetzt ein bisschen. Sie kennen mich doch nun schon lange genug. Für ein kurzes Schmunzeln verkaufe ich doch alle Werte, wie Sie wissen!

    Ach so, ab morgen habe ich vierzehn Tage Urlaub. Ab und zu wird etwas in den Blog gestellt, doch Achtung: Disziplin will ich nicht versprechen – das klappt schon im Verlag nicht.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Echt unterirdische Fußgänger-Verführung!

    19. Juli 2010

    Die haben so richtig Kohle in die Hand genommen, um Essen und den Ruhrpott als Kulturhauptstadt herauszuputzen. Und man muss da noch nicht mal an die spektakuläre Sperrung der A 40 denken, wo auf 60 Kilometern ein gigantisches Fest gefeiert und die längste Tafel der Welt aufgebaut wurde.

    Spektakulär unspektakulär fängt es nämlich bereits im Essener Hauptbahnhof an, wo durch eine sagenhafte Beleuchtung eine Fußgänger- Unterführung zur Fußgänger-Verführung wird. Unweigerlich bleibt man stehen, um alle möglichen Farbvarianten im Untergrund zu erleben und auf sich wirken zu lassen.

    Weiterer Worte bedarf es zu den Fotos nicht – die sprechen für sich.

    Weiß

    blau

    rotblau

    rot

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt