• Home
  • über das Malerblatt
  • Impressum
  • rss News-Feed
  •  

    Total spannende Optik

    31. August 2010

    Waren Sie schon zu Fuß unterwegs zwischen der neuen Messe Stuttgart und dem Stuttgarter Flughafen in Echterdingen? Ja dann habe ich Ihnen nichts Neues mitzuteilen. Aber alle anderen können einen Blick auf die Fotos unten werfen: in einem Fußgänger-Verbindungstunnel wurden Beleuchtungs-Elemente mit roten und blauen Spanndecken versehen. Sieht echt spannend aus.

    Schön, dass ich nicht weiß, welcher Hersteller die Spanndecke lieferte. Und so kann ich völlig entspannt einfach diese Elemente präsentieren, ohne ein Unternehmen zu nennen. Auch mal schön.

    Die banalste aller Wahrheiten: von der einen Seite dominiert Blau...

    Die banalste aller Wahrheiten: von der einen Seite dominiert Blau...

    ...und von der andern Seite Rot. Wollte ich nur mal gesagt haben.

    ...und von der andern Seite Rot. Wollte ich nur mal gesagt haben.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Mutproben im Job

    29. August 2010

    “Für alle Kollegen, die Druckerpapier nachlegen und den Toner wechseln.”  Diese Widmung stellte  Timo Lokoschat vor sein neues Werk “Das Bürobuch”. Was den Leser erwartet, das lässt der Untertitel ahnen: “100 Mutproben zwischen Kantine und Konferenzraum”. Und das kann sich auch jeder vorstellen, der bereits das erste Buch des Autors las, “Es wird eng im Kalender”, das ich auch hier im Blog schon vorstellte: JEDE MENGE SPASS NÄMLICH!!!

    Gehen wir an das schön gemachte Büchlein via Zufallsgenerator ran. Das Kapitel “Auf dem Parkplatz” öffnet natürlich sofort mein Herz: “Gehalt, Bürogröße, Visitenkarte? Von wegen! Die wahre Hierarchie in einem Unternehmen lässt sich wohl nirgendwo so gut ablesen wie bei den Firmenparkplätzen. … Je dichter dran, desto höher.” Aber hallo! Wenn’s danach ginge, müsste mir der Verlag gehören. Aber das wüsste ich. Und so blicke ich objektiv auf meinen “Stammparkplatz”, wenige Meter von meinem Arbeitsplatz entfernt: der steht prinzipiell jedem aus dem Verlag zur Verfügung. Wer sich morgens gegen 6.20 Uhr um den Parkplatz bewirbt, der hat große Chancen, ihn auch zu ergattern. Höchst demokratisch läuft es also, bis auf die Uhrzeit. Die bestimmt diktatorisch über Nähe und Ferne des fahrbaren Untersatzes…

    Nach der Arbeit ist vor der Arbeit. Oder so ähnlich.

    Nach der Arbeit ist vor der Arbeit. Oder so ähnlich.

    Zum “Empfang” in einem Unternehmen findet sich auch ein wunderbares Textlein. Weil ich aber zu diesem Thema ein Schweigegelübde abgelegt habe, überspringe ich das Kapitel und lande direkt auf den Sätzen, die mit “Die Telefonanlage” überschrieben sind. Ja sappelot, hat’s denn in dem Buch nur politisch hochbrisante Themen? Eine Boeing 747 zu landen sei einfacher als das Bedienen der meisten Telefonanlagen, so lese ich. Stimmt. In direktem Zusammenhang mit der Bedienung einer Telefonanlage dachte ich schon veschiedene Male, ich hätte etwas anderes studieren sollen.

    Im Kapitel “Großraumbüro” fand ich das: ”Dieser Raum dürfte verhasster sein als Birkenpollen, Dieter Bohlen und Darth Vader zusammen.”  Um einer Abmahnung vorzubeugen: Kein Kommentar. Doch, halt, einen noch: das Büchlein macht Laune! Schenken Sie es Kollegen und Freunden, die bereits Humor haben und auch Schräges lieben.

    Serviervorschlag: Einfach liebevoll einpacken, mit einem Bändchen versehen und an eine Flasche Wein/Sekt/Schnaps, an einen Geschenkkorb oder an eine Pralinenschachtel binden.

    Von Bürotasse bis Tastatur findet sich alles in dem Buch.

    Von Bürotasse bis Tastatur findet sich alles in dem Buch.

    Halt, bevor ich es vergesse, noch schnell einen Blick ins andere Buch von Timo Lokoschat, “Es wird eng im Kalender”: Heute ist “Tag des Chop Suey”. Wer Chop Suey erfunden hat, das scheint unklar zu sein: Chinesen in New York oder Chinesen in der chinesischen Provinz Guangdong. Ihnen kann es egal sein, falls Sie in einem Chinarestaurant speisen sollten. Sie müssen den Namen des Gerichts auch nicht aussprechen können. Sagen Sie einfach: Nummer 79.

    Timo Lokoschat, “Das Bürobuch” – 100 Mutproben zwischen Kantine und Konferenzraum”, Verlag Sanssouci, ISBN 978-3-8363-0245-6, Euro 9,90.

    Starten Sie allerbestens in die neue Arbeitswoche!

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Prozess mit Verstand

    26. August 2010

    Verstehen Sie Ihren Verstand? So heißt der Titel eines Buches, dessen Untertitel leider dieses Werk von Friedhelm Schwarz wieder ein bisschen verniedlicht und einen Touch “nach Hausfrauenart” rüberbringt: “Gehirnforschung für den Alltag”.

    Aber lassen wir uns dadurch nicht großartig stören und drehen den Schmöker um. Die Rückseite bringt uns weiter: Denken – ein Prozess mit ungewissem Ausgang. Wie wahr, so wird mancher mit Blick auf den geplanten Bahnhofsneubau Stuttgart21 denken, bei dem die Befürworter systematisch Gutachten ignorieren und die Gegner des Projekts mit Straßenblockaden so langsam auch ihre Sympathisanten gegen sich aufbringen. Denken also, so scheint es, ist Glückssache.

    Aber ich schweife ab und zitiere weiter aus dem 240 Seiten-Buch: “Woher weiß ich, was ich will? Warum tun die Menschen, was sie tun?”  Täglich stelle ich mir diese Fragen, wenn ich vor den Wurstbrötchen in der Kantine stehe und dann doch immer wieder nach dem Laugenwecken mit Fleischkäse greife. Ja menno, schon wieder greife ich ins Narrensäcklein – und das Buch ist doch erstens ernst gemeint und zweitens auch noch sehr gut. Bekomme ich eine dritte Chance von Ihnen? Danke!

    Also: Worum geht es in dem Buch? Um Systeme, die unser Denken regulieren. Um die Wahrnehmung und die Prinzipien der menschlichen Natur. Um die Verhaltensmuster und auch darum, was uns antreibt, bewegt oder hemmt. Warum tun wir, was wir tun – die Ursachen des ganz alltäglichen Wahnsinns. In letztgenanntes Kapitel werde ich mal gleich rein spicken (also, sorry, hier bin ich irgendwie natürlich wieder bei dem Wurstbrötchen). Das Kapitel “Werden Sie ein Genie” sollte ich wohl mehrmals lesen, aber dann!

    Denken - ein Prozess mit ungewissem Ausgang.

    Denken - ein Prozess mit ungewissem Ausgang.

    Bei allem Gekalauere oben will ich hier noch eines loswerden: man möchte in dem Buch immer weiter lesen. Es ist so geschrieben, dass man mächtig Spaß damit hat und auf  jeder Seite etwas dazu lernt. Die Suche nach dem Sinn, so heißt auch ein Kapitel. Bei mir beginnt jetzt die Suche nach dem Feierabend, doch vorher nenne ich Ihnen noch die nützlichen Daten: Friedhelm Schwarz, Verstehen Sie Ihren Verstand? – Gehirnforschung für den Alltag, Haufe Verlag, ISBN 978-3-448-10173-7, 19,80 Euro.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Rot & Fach & Werk

    25. August 2010

    Etwas häufiger als bei uns sind im Elsaß Fassadenmalereien zu sehen. Damit die Mitarbeiter der Stadt Saverne von ihrem Parkplatz aus nicht auf eine trostlose Fassade blicken, wurde am benachbarten Haus eine aufwändige Fassadenmalerei realisiert.

    Gut, über das Motiv und über die Farbgebung lässt sich streiten… Aber schöner als eine möglicherwiese triste Alternative ist das Haus mit dieser Fassade dann schon. Und immerhin bleiben genügend Menschen stehen, schauen und manche fotografieren auch – wie zum Beispiel der neugierige Herr Schweizer vom Malerblatt. Der knipste sogar dreimal…

    Zwar neugierig, doch ist das hier nicht der Herr Schweizer.

    Zwar neugierig, doch ist das hier nicht der Herr Schweizer.

    Nein, noch nicht alles - es kommt noch mehr Fassade...

    Nein, noch nicht alles - es kommt noch mehr Fassade...

    Aber jetzt haben wir's - was ist echt und was ist gemalt?

    Aber jetzt haben wir's - was ist echt und was ist gemalt?

    Ihnen einen wunderbaren Tag mit möglichst viel Sonne. Morgen soll’s zumindest bei uns im Südwesten noch schöner werden. Ich wünsche Ihnen schönstes Wetter – mir selber wünsche ich es auch.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Das Phänomen Sehen

    23. August 2010

    Rot ist nicht gleich Rot. Bei Baufarben nicht und auch nicht bei Autolacken. Am 18. August 2010 startete die Ausstellung “Farbverlauf” im Audi museum mobile.

    Bis 30. November 2010 noch ist das Zusammenspiel von Form und Farbe beim Automobil bei Audi in Ingolstadt zu sehen. Anhand von zwölf Automobilen in zeittypischen Farben wird der Lackierung auf den Grund gegangen und das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet. Wer weiß zum Beispiel, dass sich die Audi-Farbpalette seit 1949 auf mehr als 1.000 Varianten summiert? Von den ausgestellten Fahrzeugen, vom Horch bis zum Lamborghini Diablo, steht jedes für einen speziellen Trend, so wie es der Markt eben wünschte – von gediegen schwarz bis knallig violett.

    Der Ausstellungsmacher Stefan Felber sagt: “Wir erläutern die Kulturgeschichte der Farbe und gehen dem Phänomen Sehen nach. In einem Farbverlauf beleuchten wir die einzelnen automobilen Grundfarben und zeigen, dass Rot nicht gleich Rot is, Blau nicht immer auch Blau sein muss und machen uns auf Spurensuche nach dem Ursprung von Farbnamen wie Kalaharibeige, Paradisgrün oder Sphärenblau.”

    Die Ausstellung zeigt auch die Historie der Audi-Farben.

    Die Ausstellung zeigt auch die Historie der Audi-Farben.

    Und hier finden Sie mehr zu Audi und auch zur Ausstellung: www.audi.de/de/brand/de/erlebniswelt/audi_forum/audi_forum_ingolstadt/audi_forum_erleben0/erlebnisfuehrungen/fuehrungen.html

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt