• Home
  • über das Malerblatt
  • Impressum
  • rss News-Feed
  •  

    Werde laut!!!

    8. August 2010

    Lust auf schöne Schuhe? Tja, in meiner Heimatstadt gibt’s wohl welche, wie eine schöne Arbeit direkt auf der Fassade vermuten lässt. Diese außergewöhnliche Werbung sprang mir ins Auge bei einem Spaziergang durch die Innenstadt.

    Leider gibt es auch die weniger schönen Überbleibsel von halbkreativen Aktivitäten. Immerhin nehme ich mir die Aussage zu Herzen: Werde laut! Also, ein bisschen lauter als im Urlaub werde ich dann ab morgen in der Redaktion wieder sein. Vermutlich fürchten sich schon alle und das Zittern vor meiner Anwesenheit setzt allmählich ein.

    Schöne Werbung für schöne Schuhe - direkt auf der Fassade.

    Schöne Werbung für schöne Schuhe - direkt auf der Fassade.

    Werde laut! - War ich jemals leise?

    Werde laut! - War ich jemals leise?

    Ihnen einen waaaaahhhhhnsinnig schönen Wochenanfang!

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Misstrauen wir der Oberfläche?

    5. August 2010

    Vom Werden und Vergehen der Oberfläche. Von Spiegeln, Glanz und Illusion. Und: Warum misstrauen wir der Oberfläche? Das sind einige Titel der Vorträge anlässlich der Ausstellung “Make up – Design der Oberfläche”, die vom 25. August 2010 bis zum 2. Januar 2011 im Museum für Gestaltung in Zürich stattfinden wird.

    Nichts wie hin also, nach Zürich! Sie haben ja noch genügend Zeit, sich eine schöne Tour durch die schweizerische Großstadt zusammenzustellen. Absolut sehenswert sind auch die Chagall-Fenster im Fraumünster. Aber das ist wieder eine andere Geschichte: www.fraumuenster.ch

    Hier jetzt noch das Logo der Oberflächen-Ausstellung “Make up”:

    Ganz herzliche und überhaupt nicht oberflächliche Grüße!

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Herz und Augen

    4. August 2010

    Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Das schrieb der Pilot und Schriftsteller Antoine de Saint-Exupery in seinem Kultwerk “Der kleine Prinz”. Ja, hm, mit den Augen sieht man aber auch. Und nicht immer das, was man sehen will.

    Die Fassade des Hotels “Der kleine Prinz” in Baden-Baden wird mehr oder weniger geschmückt durch eine Fassadenmalerei mit dem Motiv des kleinen Prinzen. Allerliebst. Handwerklich ist das erstklassig gemacht, doch manche nennen es auch Kitsch. Die Geschmäcker sind verschieden, so heißt es. Und sicherlich wird es ein Lager der Fans geben und eines der Kritiker.

    Der Prinz auf der Fassade mag klein sein. Das teilt er jedoch nicht unbedingt mit den Preisen und den Leistungen des Hotels. Und somit sollte das Portemonnaie der Gäste etwas größer sein als der Prinz. Aber dann…

    Hier Saint-Exupérys Prinz klein...

    Hier Saint-Exupérys Prinz klein...

    ...und hier schon deutlich größer.

    ...und hier schon deutlich größer.

    Falls Sie im Hotel “Der kleine Prinz” übernachtet haben, lassen Sie mich wissen, wie’s war. Schließlich kenne ich das Haus erst von außen.

    Ach so, fast vergessen: heute ist Tag des Champagners! Das habe ich wieder aus dem bereits vorgestellten Buch “Es wird eng im Kalender”. Und dieser schöne Feiertag passt doch irgendwie auch zum oben präsentierten Hotel. Zum Wohl. Dass der 2. August der Tag des aserbaidschanischen Kinos war, wird Sie weniger interessieren. Ich wollte es nur gesagt haben.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Der echte Schmerz begeistert

    3. August 2010

    Fehlt der Punkt auf dem i, ist das nicht immer sofort ersichtlich. Auch dann nicht, wenn ein bekannter Dichter einen berühmten Kollegen zitiert. Nähert man sich der Nürtinger Stadthalle, die vermutlich durch einen Griff ins Narrensäcklein inzwischen offiziell auf K2N getauft wurde, dann ist auf der Fassade beim Café Provisorium ein Satz des Teilzeit-Nürtingers Hölderlin zu lesen, den der zweite Teilzeit-Nürtinger, Peter Härtling, in seinem Hölderlin-Roman zitiert, siehe Foto unten.

    Der Fehlende i-Punkt bekommt im weiteren Verlauf des Textes noch “Gesellschaft” von anderen Lücken: bei anzuk  mmen fehlt das o, bei gewi  vermisst man das ß. Für diese Fehler an der Fassade kann der Handwerker nicht verantwortlich gemacht werden, auch nicht, wenn es sich um einen ausgesprochenen i-, o- und ß-Spezialisten handelt.

    Manchem Härtling- und Hölderlin-Fan bleibt da der Atem weg, wobei die Stadthalle K2N nichts mit dem 8.611 Meter hohen K2 zu tun hat und furchtlos auch ohne Sauerstoffflasche bestiegen werden könnte.

    Jetzt noch zwei Zitate aus dem Werk “Hölderlin” von Peter Härling:

    “Wieder fanden Gedanke und Tat nicht zusammen.” Das bezieht sich auf Hölderlin, passt allerdings auf erschreckend viele Menschen.

     Achtung, jetzt wird es heftiger - zwei Sätze, die direkt Hölderlin in den Mund gelegt werden: “… Der echte Schmerz begeistert. Wer auf sein Elend tritt, steht höher…”

    Das sollte reichen, um das Härtling-Werk zu loben.

    i-Punkt, o und ß - manchmal vermisst man die Drei schon ein bisschen.

    i-Punkt, o und ß - manchmal vermisst man die Drei schon ein bisschen.

    Das Taschenbuch gibt’s für 12,90 Euro: ISBN 978-3423118286, DTV.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Lob der Pause!

    2. August 2010

    Jeder Tag ist 24 Stunden lang, aber unterschiedlich breit. Das sagte einstmals der Kabarettist Wolfgang Neuss. Für Zeitsparer ist er stets gleich breit und deshalb immer zu kurz. Zeitsparer nämlich organisieren die Zeit, sie leben sie nicht, weil sie sie nicht ERLEBEN.

    Die obigen und viele weitere schlaue & philosophische Sätze stehen im kleinen Büchlein von Karlheinz A. Geißler: “Lob der Pause. Warum unproduktive Zeiten ein Gewinn sind.”

    Klar, dass ich das Buch jetzt grad im Urlaub nicht nur lese, sondern aktiv lebe. Also, mehr oder weniger aktiv.

    Das postkartengroße Büchlein mit 108 Seiten ist ratzfatz gelesen. Und ein Dutzend Weisheiten findet jeder Leser für sich, die zu seiner Situation exakt passen. Diejenigen, die mir gut gefielen, sind längst mit weichem  Bleistift am Rande fett angestrichen. So lassen die sich dann einfachst wieder finden und ich werde das Büchlein “von Zeit zu Zeit” zücken und mir wieder die hilfreichen Sätze vors Auge holen.

    Das Büchlein von Karlheinz A. Geißler, der über 30 Jahre als Professor für Wirtschafts- und Sozialpädagogik an der Universität der Bundeswehr in München lehrte und einer der bekanntesten Zeitfroscher ist, kostet 8,95 Euro: Oekom-Verlag. ISBN 978-3-86581-200-1

    Ich könnte ja jetzt noch ein paar Sätze daraus zitieren, wenn ich nicht zu faul wäre. Aber ich bin’s grad, tut mir Leid. Urlaub eben…

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt