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    Hund und Metzger

    16. November 2010

    Die skurrilen Dinge des Lebens  sind es, von denen ich mit Vorliebe angesprungen werde. So auch bei einem Ausflug ins elsäßische Wissembourg. Eine etwas grobschlächtige Schablonentechnik auf dem Straßenasphalt zeigte einen Hund, den ich natürlich sofort knipste. Der Hund befindet sich in der Metzgerstraße. Sonst sah ich bei meiner “Ortsbegehung”  keinen weiteren schablonierten Hund mehr auf der Straße.

    Was will uns diese Kombination Hund und Metzgerstraße sagen? War es nun ein Hinweis für die Vierbeiner, dass sie hier auf der Suche nach Leckerem fündig werden? Oder war es eine Warnung für jeden Hund? Oder das Zeichen für den Hundehalter: wenn Bello kurzfristig zum Dreibeiner mutieren will, dann nur genau hier? Fragen über Fragen. Ich werde die im Moment nicht beantworten können, doch natürlich noch wochenlang darüber sinnieren, wie Sie sich unschwer vorstellen können.

    Wunderbare und filigrane Schablonierarbeit: DER Hund.

    Wunderbare und filigrane Schablonierarbeit: DER Hund.

     

    Heimat des Schablonen-Hundes: Metzgerstraße, Wissembourg.

    Heimat des Schablonen-Hundes: Metzgerstraße, Wissembourg.

     

    Ja, ja, ich höre Sie schon murren… Aber man wird ja auch mal wieder einen kompletten Blödsinn von sich geben dürfen, ts, ts, ts. Schließlich sind wir mitten im Endspurt für das Dezember-Malerblatt  -  und da geht’s schon ernst genug zu.   

    Mit dem Schalk und dem Redaktionsschluss im Nacken grüße ich Sie herzlich!

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Fast auf Null

    14. November 2010

    Azubi-Trainer brachten die Zahl der Lehr-Abbrecher in 80 Stuckateurbetrieben in Baden-Württemberg fast auf Null.

    Erstmals in Deutschland beschäftigte sich ein Kongress mit der Aus- und Weiterbildung von “Azubi-Trainern” im Handwerk. Das sind erfahrene Gesellen oder Meister, die Auszubildende in der Praxis tagtäglich begleiten und für deren Lernerfolg Mitverantwortung tragen. Das Ganze läuft quasi “nebenher” im Arbeitsalltag ab. Die Erfolge, die baden-württtembergische Stuckateure damit hatten, sind geradezu sensationell. Fast keine  Lehr-Abbrecher hatten 80 Betriebe, die dieses Modell umsetzten.

    Gemeinsam mit der Sto-Stiftung bot der Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade SAF am 12. und 13. November 2010 die Teilnahme an einem Kongress in Berlin an, dem auch zahlreiche Interessierte aus dem Stuckateurbereich folgten. Mehr steht auf der Website der Stuckateure Baden-Württemberg:

    www.stuck-verband.de/Bildungskongress_Stuckateurhandwerk.whtml?idr=4396&lcr=se 

    Brücken bauen für eine bessere Bildung. Handwerklich wurde dieses Motto umgesetzt und diente dann als Kulisse für Fotos der Teilnehmer. Das Malerblatt bekam die engagierten Ausbilderinnen Franziska Achenbach und Andrea Lindig vom Staatlichen Berufsbildungszentrum Weimar vors Objektiv:

    Setzten Ihre Unterschrift auf die symbolträchtige Wand: Franziska Achenbach und Andrea Lindig.

    Sie setzten wie die anderen Teilnehmer Ihre Unterschrift auf die symbolträchtige Wand:  Franziska Achenbach und Andrea Lindig.

     

    Ihnen einen super Start in die neue Arbeitswoche!

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Löwenbändiger

    12. November 2010

    Gezählt sind sie, die Menschen, die das noch lesen können: die Sütterlinschrift. Der Kollege, der die Gaststätte verzierte und den Löwen bändigte, der hatte die Schrift noch drauf. Dass da “Wirtschaft zum Löwen” steht, das ist ja gerade noch rauszukriegen. Aber an einem längeren Text in Sütterlinschrift würde ich gnadenlos scheitern.

    Seltener Anblick: Sütterlinschrift auf der Fassade.

    Seltener Anblick: Sütterlinschrift auf der Fassade.

     

    Die Gaststätte befindet sich im urschwäbischen Bad Urach.

    Ihnen ein erstklassiges Wochenende!

    Herzliche Grüße Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Blauer Engel

    11. November 2010

    Genau 365 Tage lang hat Meike Winnemuth immer das gleiche blaue Kleid getragen. Jetzt geht dieses Selbstexperiment der Journalistin zu Ende.  Heute, 11. November 2010, wird in der “Nachtkultur” des SWR-Fernsehens ab 23.15 Uhr über ”das kleine Blaue” und über Meike Winnemuth berichtet. Unter www.swr.de/nachtkultur  steht mehr:

    www.swr.de/nachtkultur/das-kleine-blaue/-/id=200218/nid=200218/did=6970330/1n9jjve/index.html

    Meike Winnemuth ist bekannt für ihre Experimente und für ihre soziale Ader. Sie trennte sich von immer mehr Stücken ihres Eigentums – und lebte versuchsweise eine Zeit lang vom gleichen Betrag wie die Hartz IV-Empfänger.

    Ich grüße Sie herzlich – im Moment aus Berlin.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Theke – Antitheke – Syntheke

    8. November 2010

    Wer sich in der Wirtschaft auskennt, dem wird auch die Gartenwirtschaft nicht fremd sein. Leider, leider erkenne ich den Herbst vor allem daran, dass sich die Gastronomie in ihr Schneckenhäuschen zurückzieht und die Biergärten nichts mehr mit Bier und eigentlich auch nichts mehr mit Gärten gemein haben.

    Weil alles in dieser Jahreszeit ein bisschen morbide daherkommt, wirken selbst die schönsten Freilichttrinkstätten ein wenig abgegriffen. Aber die Patina kann dennoch Charme ausstrahlen, wie man an der “Open-Air-Theke” meiner Lieblings-Taverna “Sigma” in Leinfelden sieht. Die griechische Gaststätte gehört dem Wirt Evangelos Papadakis, der allgemein von seinen Gästen ”Lucky” genannt wird – einem typisch griechischen Kosenamen vermutlich. Es wird Sie nicht stören, dass ich hier noch schnell ein paar andere Stammgäste anspreche: hallo Ulla, hallo Susi, hallo Edith, hallo Barbara, hallo Frank – wann geht’s nächstes Mal gemeinsam zu Lucky?

    Hier noch zwei Bilder von der Theke, die im Herbst eher ein bisschen wie eine Antitheke wirkt. Meine Syntheke: ich freu mich schon darauf, dass Lucky im Frühjahr wieder ein frisch Gezapftes rüber reicht. Dann aber: PROST!

    Theke und jetzt grad auch ein bisschen Antitheke.

    Theke und jetzt grad auch ein bisschen Antitheke.

     

    Syntheke: ein Bier und etwas Farbe könnten hier Wunder wirken.

    Syntheke: ein Bier und etwas Farbe könnten hier Wunder wirken.

     

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt