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    Nur Tote bleiben liegen

    Nur Tote bleiben liegen. Entfesseln Sie das lebendige Potenzial in Ihrem Unternehmen! Genau so lauten Titel und Untertitel des neuen Werkes von Anja Förster und Peter Kreuz. Das Buch schafft damit schon ab der ersten Sekunde, dass die Neugierde geweckt wird. Und klar, weil keiner eben zu den „Toten“ gehören möchte,  stürzt man sich ungeduldig auf die Lektüre der beiden Vordenker, die sich längst mit unkonventionellen Wirtschaftsbüchern und -Vorträgen einen Namen machten.

    Als Leser des Malerblatt-Blogs haben Sie einen Vorsprung – erst in circa 14 Tagen, im Januar-Malerblatt 2011, werden Sie diesen Text hier in abgewandelter Form auf Papier gedruckt finden.

    Es geht natürlich um die Zukunft, um die „neue Wirtschaftswelt“, die eben mit der liebgewonnenen Situation der Vergangenheit, von der wir uns gerne einlullen ließen, gar nichts mehr zu tun hat. Nachdem ich das Buch durchgelesen, viele Stellen mit Bleistift angestrichen und mir zusätzlich Notizen gemacht hatte, nahm ich die 233 Seiten – und las diese ein zweites Mal, um mit verändertem Kopf noch einmal weitere Aussagen zu entdecken, die in Summe mit den plakativen Entdeckungen des ersten „Lesedurchgangs“ eine Art „Perlenkette“ ergaben, bei der es für jedes Unternehmen, ob Industrie, Handel oder Handwerk Hochkarätiges zu entdecken gibt, das direkt im eigenen Haus umgesetzt werden kann.

    Liegenbleiben oder aufstehen? Jeder muss das für sich entscheiden.

    Liegenbleiben oder aufstehen? Jeder muss das für sich entscheiden.

     

    Für alle Betriebe, vor allem aber auch fürs Bauhandwerk, gilt ein Satz ganz besonders: „In einer solchen neuen Wirtschaftswelt ist die Grundeinheit nicht das einzelne Unternehmen, sondern der einzelne Mensch.“ Aufgaben würden nicht mehr zugeteilt und von einer Instanzenkette kontrolliert, sondern von mündigen Menschen eigenverantwortlich ausgeführt. Endlich schreiben einmal zwei Visionäre solche Sätze und nicht mehr die unerträgliche und altbackene Aufforderung, Mitarbeiter müssten alle ihre Fehler ausmerzen. Die Stärken der Mitarbeiter stärken und deren Kreativität locken und fördern, so wird die die Zukunft aussehen.

    Nur über diesen Weg kann es auch funktionieren, die richtige Antwort auf die Frage zu finden, ob man sich für Statik oder für Dynamik entscheidet: „Die Veränderung zum Besseren beginnt damit, dass Sie verstehen, wie sich die Spielregeln unserer Wirtschaft grundsätzlich ändern. Und dann diese Veränderung für sich nutzen, indem Sie Ihr volles Potenzial entfalten. Tag für Tag. Alles beginnt damit, dass Sie sich entscheiden.“ Man kann das nun auch salopp interpretieren und in Worte fassen, die nicht jedem gefallen werden: sich bewegen, den Hintern hoch bekommen und sich aus der Komfortzone bewegen, in der man im liebsten sitzt, solange die Geschäfte einigermaßen laufen. Und wer eben an den Handlungsweisen der Vergangenheit festhält, könnte unsanft wachgerüttelt werden: „Die neue Welt ist hier und jetzt. Gestern ist vorgestern, heute ist schon morgen. Sicherheit? Vergessen Sie’s! Die Karten werden neu gemischt.“ Wir alle müssten selber in der Lage sein, uns ständig auf sinnvolle Weise zu verändern und zu erneuern. Eine große Gefahr sehen Anja Förster und Dr. Peter Kreuz darin, dass Ideen, die nicht ins etablierte Machtgefüge passten, schnell unter die Decke gekehrt und „Abweichler“ mundtot gemacht würden: „Allein der Nutzen für alle zählt!“

    Weiter: „Sie brauchen die „schöpferischen Zerstörer“, die Querdenker und unruhigen Geister, die das Althergebrachte klug in Frage stellen und Neues entdecken. Diese sind meist unbequem, weil sie ein gewisses Maß an Störungen verursachen.“

    Wie weit einzelne Unternehmen schon sein können, zeigen die Autoren unter anderem am Beispiel von IBM. Der einstmals träg gewordene Dinosaurier der Computerbranche zahle heute seine Mitarbeiter nicht mehr für Anwesenheit, sondern für das Erreichen von Zielen. Die kreative Revolution sei übrigens kein Eliteprogramm, sondern gelte für alle, die schöpferische Leistungen erbringen müssten. Und somit sind auch die Unternehmer, die Meisterfrauen und die angestellten Führungskräfte im Maler- und Stuckateurhandwerk gemeint.

    Für Gestrige und Auf-der-Stelle-Treter fehlt im neuen Buch von Anja Förster und Peter Kreuz auch diese Warnung nicht: „Wenn Gehorsam, Sorgfalt, Fleiß und Intelligenz alles ist, was Mitarbeiter eines Unternehmens jeden Tag mit zur Arbeit bringen, dann hat dieses Unternehmen ein dickes Problem: Es ist AUSTAUSCHBAR. Und Austauschbarkeit ist eines der schlimmsten Schimpfworte im heutigen Wettbewerb.“ Das sollte sich jeder vor Augen halten, der weiß, dass die Kunden jeden Morgen aufwachen und fragen „ Was gibt’s Neues? Was ist anders? Was ist faszinierend?“ Und so lautet ein Fazit des Buchs: „Heute schon und zukünftig noch mehr kommt es darauf an, ein Umfeld zu schaffen, das für mündige und selbstständig denkende Mitarbeiter attraktiv ist.“ Die Verlierer des sozialen Wandels seien diejenigen, die kontrollieren und anordnen wollten.

    Für alle, die sich vor dicken Büchern „fürchten“ sei noch gesagt, dass das außergewöhnliche Werk auch anders gestaltet ist als sonst ein Wirtschaftsschmöker. Das Auge kommt ebenfalls auf seine Kosten und so gibt es keinerlei öde Textwüsten.

    Meine eindeutige Empfehlung am Schluss: kaufen Sie sich „Nur Tote bleiben liegen“ jetzt gleich und geben Sie dem Jahr 2011 die Chance, das kreativste Geschäftsjahr Ihrer Unternehmensgeschichte zu werden.

    Nur Tote bleiben liegen, Anja Förster & Peter Kreuz, Campus-Verlag, ISBN: 978-3-593-39220-2, 24,90 Euro

    Starten Sie allerbestens in die letzte Arbeitswoche vor den Weihnachtsfeiertagen!

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt

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