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    Phantastisches Essen

    15. Dezember 2010

    Ein Schmaus für mein Auge bot sich in Essen. Ja, okay, vielleicht war besagter Augenschmaus etwas zu kräftig gewürzt, doch das kann ich dann durchaus ab und zu haben. Fade Kost jedenfalls springt mir nie so direkt ins Gesichtsfeld.

    Was an der Fassade genau gemacht wurde? Ich weiß es nicht. Und wo exakt in Essen ich diese sah, weiß ich nicht mehr. Schnell mit der Handy-Kamera geknipst – und zack fiel das Motiv wieder aus meinem siebmäßigen Gedächtnis. Vielleicht wissen Sie mehr als ich zu dieser bunten Fassade?!

    Jede Menge Farbe in der Innenstadt von Essen.

    Jede Menge Farbe in der Innenstadt von Essen.

     

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/mlaerblatt


    Grüne Höchstleistung

    13. Dezember 2010

    In Stuttgart steht der einhundertsiebenundfünfzigschnellste Rechner der Welt. Weil der so schnell rechnet, sprechen die Offiziellen schon nicht mehr von Hochleistungs- sondern von Höchstleistungsrechner. Wozu das gut ist? Laut Aussage der Uni Stuttgart dient er vor allem dem Automobil- und Flugzeugbau, wo er komplexe Strömungsversuche simuliert und Windkanaltests ergänzt. Darüber hinaus würden aber auch Themen wie Energieeffizienz, nachhaltige Energiegewinnung und Anwendungen im medizinischen Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnen. Im Sommer hat das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg nun beschlossen, dass das Höchstleistungs-Rechenzentrum künftig noch schneller rechnen können soll. Deshalb wurde ihm neue Hardware versprochen – unter anderem ein Cray XE6-Supercomputer. Das wird Ihnen genauso wenig sagen wie mir. Tatsache ist jedoch, dass das gute Stück mehrere Billiarden Rechenoperationen in der Sekunde – auch Petaflops genannt -  durchführen kann. Damit er bei soviel Höchstleistung nicht kollabiert, haben ihm die Betreiber vorab eine neue Kühlung spendiert, die in einem externen Technikgebäude untergebracht ist. Böse Zungen behaupten, bei der Farbwahl hätte man sich an der Rechenleistung orientiert – ein Petaflop sozusagen. Doch urteilen Sie selbst!

    Aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Superhirns grüßt Sie

    Ihr Josef Schneider

    Höchstleistungsrechner in Stuttgart

    Höchstleistungsrechner (rechts), mit grünem Technikgebäude


    Balkon-Toilette

    12. Dezember 2010

    Paris bot nicht nur auf der Messe “Couleurs” eine Menge, sondern auch im ganz normalen Alltag.

    So, zurück aus Paris muss ich erst einmal wieder mit dem Kopf hier in Deutschland ankommen. Die Malermesse war interessant, doch hatte sie an einem der vier Tage kaum Besucher. Der Grund ist schnell geschildert: es schneite zehn Zentimeter – und der Schnee blieb liegen. Weil das in Paris so nur alle paar Jahre mal vorkommt, lief auf den Straßen erst einmal gar nichts. Zehn Kilometer Wegstrecke mit dem Auto in acht !!! Stunden. Mitten in Paris entschloss sich deshalb ein Betten-Fachgeschäft dazu, die gestrandeten Menschen in den Ausstellungsbetten schlafen zu lassen.

    Die Ausnahmesituation war des einen Leid, des anderen Freud’. Die Aussteller auf der Messe konnten sich wegen der relativ wenigen Besucher sehr viel Zeit fürs Malerblatt nehmen. Ich gehörte also zu den “Wetter-Gewinnlern”.

    Unten finden Sie Fotos, die ich direkt nach meiner Ankunft in Paris geschossen habe.

    Und noch ein nettes “Schmankerl”. In einer engen Straße sah ich in der ersten Etage eines Baugerüstes quasi auf einem “Balkon” eine Baustellentoilette. Sehr kreativ, siehe ganz unten…

    Dass Schnee in Paris liegen bleibt, kommt nicht oft vor.

    Dass Schnee in Paris liegen bleibt, kommt nicht oft vor.

    So viel Schnee und so wenig Autos: ganz selten in Paris.

    So viel Schnee und so wenig Autos: ganz selten in Paris.

    Im Studentenviertel Quartier Latin ist die Fahrradflotte lahmgelegt.

    Im Studentenviertel Quartier Latin ist die Fahrradflotte lahmgelegt.

    Kreative Lösung für eine Baustellen-Toilette.

    Kreative Lösung für eine Baustellen-Toilette.

    Stillleben: Druckausgleichskabine über Motorrad-Parkplatz.

    Stillleben: Druckausgleichskabine über Motorrad-Parkplatz.

    Starten Sie allerbestens in die neue Arbeitswoche. Ich bin gespannt, was mich in der Redaktion erwarten wird.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Termine in Paris

    7. Dezember 2010

    Für Maler bietet die Franzosenmetropole unglaublich viel. Wer die Maler- und Stuckateurmesse “Couleurs” besucht, findet andere Ansätze bei der Gestaltung und auch bei der Wärmedämmung als hier bei uns. Ich selber werde mich in der Hauptstadt unseres großen westlichen Nachbarn in diesen Tagen umschauen können.

    Die Messe “Couleurs” findet vom 7. – 9. Dezember 2010 statt. Mehr Informationen bietet die Website http://saloncouleurs2010.com 

    Eine Stärkung und das erste Glas Wein wird es bei den zwei netten Wirtinnen vom “Le Petit Vatel” in St. Germain-des-Prés geben – das Lokal hat gerade mal um die 20 Plätze und ein paar wenige Standardgerichte. Aber die Atmosphäre dort ist unglaublich klasse:

    Langweilig wird es bei den Wirtinnen vom "Le Petit Vatel" nie.

    Langweilig wird es bei den Wirtinnen vom "Le Petit Vatel" nie.

     

    Hier wird getrunken, doch nicht geraucht...

    Hier wird getrunken, doch nicht geraucht...

    Vor 12 Jahren konnte ich sie das erste Mal interviewen, die Schablonen-Künstlerin MissTic. Damals wurde das Treffen über einen Mittelsmann eingefädelt und fand mit Übersetzerin in der Wohnung der Künstlerin statt. Das hatte einen Grund: MissTic arbeitete illegal und “verzierte” die Pariser Fassaden mit Schablonen-Arbeiten, meist bestehend aus einem Frauenbild und einer Wortspielerei. Die Hauseigentuümer waren nicht immer begeistert…  Inzwischen veröffentlichte MissTic bereits ein halbes Dutzend Bücher und stellt regelmäßig ihre Werke aus. Mein nächstes Gespräch mit der regen Künstlerin findet nun ganz offiziell in einer Galerie statt. Wie sie mit den Schablonen rein handwerklich umgeht, das ist sehenswert: http://www.galeriew.com/artistes/miss-tic.html
    Ein Muss für Maler wie für Stuckateure ist das Café “La Palette”, wo ich gerne auf einen Espresso sitze und den Raum mit seiner Stuckdecke bewundere. Die Decke wurde dermaßen “zugestrichen”, dass der Ursprungszustand nur noch erahnt werden kann. Die Patina hat jedoch durchaus Charme…
    Das "La Palette" in St. Germain des Prés.

    Das "La Palette" in St. Germain des Prés.

    Zur Freilegung der Stuckdecke braucht's fast einen Archäologen...

    Zur Freilegung der Stuckdecke braucht's fast einen Archäologen...

    Lehrer und auch Schüler der genialen “Meisterschule” in Paris-Pantin werden ebenfalls die Farbmesse “Couleurs” besuchen. Vielleicht gelingt mir ein Schnappschuss. Die Fotos unten zeigen noch einmal ein paar “Schmankerl” aus der Schule selber.
    In der Schule ipedec herrscht völlig entspannte Atelier-Atmosphäre.

    In der Schule ipedec herrscht völlig entspannte Atelier-Atmosphäre.

    Marmor-Imitation gehört zum Schul-Alltag.

    Marmor-Imitation gehört zum Schul-Alltag.

    Von ipedec-Schülern im Schul-Foyer geschaffen.

    Von ipedec-Schülern im Schul-Foyer geschaffen.

    Am Abend vor der Rückreise geht es noch in das urige Lokal “Ecurie” im Quartier Latin. Die Wirtin, Madame Mini, betreibt dieses Lokal seit über 30 Jahren. Unvermeidlich ist der Begrüßungs-Sangria und zu jedem Essen einen Topf voll Aiolie, also Knoblauch-Mayonnaise. Die Wirtschaft ist unglaublich: die Grundfläche ist maximal 50 Quadratmeter, doch es gibt über diese Fläche noch zwei Etagen mit Gewölbekellern darunter. Die steilen Treppen müssen nicht nur die Gäste nehmen, sondern auch das Service-Personal.
    Der Wirt vom Ecurie muss treppauf, treppab für seine Gäste.

    Der Wirt vom Ecurie muss treppauf, treppab für seine Gäste.

    Einfachst, doch saugemütlich: das Ecurie im Quartier Latin.

    Einfachst, doch saugemütlich: das Ecurie im Quartier Latin.

    Ich hoffe, Ihnen nach meine Besuch der Messe “Couleurs” im Malerblatt und hier im Blog ein paar Besonderheiten zeigen zu können.
    Und weiter hoffe ich, das gute Malerblatt-Netzwerk in Frankreich pflegen und erhalten zu können.
    Zum Schluss heute noch einmal eine Schablonenarbeit von Misstic, gefunden in der Nähe des Panthéon im Quartier Latin.
    MissTic-Werk bei der Rue Mouffetard.

    MissTic-Werk bei der Rue Mouffetard.

    Ich wünsche Ihnen ruhige Wintertage. Am Sonntag oder Montag werde ich mich erst das nächste Mal wieder hier im Malerblatt-Blog melden.

    Rotes Haus und 23 Tannenzapfen

    4. Dezember 2010

    Lachende Schwarzwaldmädels, güldene Halskrausen und gekrönte Häupter. Tja, alle, die meinen, Männer hätten so gar nichts übrig für die Vorweihnachtszeit und für Adventskalender, denen sei gesagt, das stimmt nicht ganz oder zumindest: kommt drauf an.

    So dürfen sich die Herren der Redaktionen von Malerblatt, Lackiererblatt und GLAS über einen Redaktions-Zugang freuen, der mindestens genauso ein Anrecht darauf hat, Adventskalender genannt zu werden wie die schokogefüllten Plastikformen mit weihnachtlich-kitschiger Bildabdeckung.

    Nun können sich Augen und Gaumen der manchmal sogar schreibenden drei Herren an einem Adventskalender laben, mit dem durchaus Staat zu machen ist, so finde ich: Eine Kiste Tannenzäpfle aus der Badischen Staatsbrauerei Rothaus, hochkant gestellt und mit den Zahlen 1 bis 23 auf den Kronkorken. Über dem 24. schlanken Hals schwebt noch mehr Geist, ein 40-prozentiger, um genau zu sein: eine schlanke Flasche Grappa, die ihr Köpflein deutlich über die 23 Zapfen erhebt.

    Wenn es dann bis einen Tag vor Heiligabend immer mal wieder “pffft” macht in der Malerblatt-Redaktion, dann gehören Sie zum erlesenen Kreis derjenigen, die besagtes Geräusch deuten können. Weihnachtszeit, schöne Zeit!

    Bildschöner Adventskalender, Modell 23 + 1.

    Bildschöner Adventskalender, Modell 23 + 1.

     

    Auch im Profil büßt der Kalender nichts von seiner Schönheit ein.

    Auch im Profil büßt der Kalender nichts von seiner Schönheit ein.

     

    Detail aus dem Zyklus Adventskalender 23 + 1.

    Detail aus dem Zyklus Adventskalender 23 + 1.

     

    P.S.: Heute ist übrigens Barbaratag, wie mir das schöne Buch “Es wird eng im Kalender” von Timo Lokoschat sagt. Den Tag des Sicherheitsrasierers am 2. Dezember 2010 würdigten wir nicht extra. Seit 1902 wird der begangen. Wenn die Herren des Initiators King Camp Gillette jedoch denken, dass sie über diesen Weg eine Werbeempfehlung bekommen, dann haben die sich echt geschnitten.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt