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    Zum Weinen!

    31. August 2011

    Wenn die Weine bestens munden, wenn das Sortiment rund und wenn die Kellermeisterin kompetent und schön ist, dann muss das reichen. Dieser Meinung ist vermutlich die Remstalkellerei in, Achtung: 71384 Weinstadt.

    Da scheint es dann wurst zu sein, wie verheerend die Fassade der Betriebsgebäude aussieht. Als ich die VOR einer Weinprobe sah, hat es mir fast den Korken rausgehauen, wie man im Schwabenland sagt, wenn man sich ärgert. Sooooooo ein gutes Haus mit soooooooo guten Weinen mit sooooooo einer üblen Fassade. Das sieht nach nicht stimmiger Corporate Identity aus… Zugegeben, NACH der Weinprobe war es dann weniger schlimm, weil es für den geneigten Betrachter fast schon südländischen Charme verströmte, den wir alle im Urlaub ja so schätzen. Aber jetzt wieder bierernst: ein bisschen zum Weinen ist es schon.

    Von hier sieht's noch halbmanierlich aus.

    Von hier sieht's noch halbmanierlich aus.

    Schon weniger putzig ist dieser Ausschnitt.

    Schon weniger putzig ist dieser Ausschnitt.

    Dann doch lieber einen ähnlich gefärbten Spätburgunder blanc de noir.

    Dann doch lieber einen ähnlich gefärbten Spätburgunder blanc de noir.

    Als im Wortsinne nüchterner Deutscher ziehe ich mein Fazit: Weine super, Mitarbeiter toll, Fassade mangelhaft. Was es alles bei den Spezialisten für vergorene Traubenfolgeprodukte in Weinstadt gibt, das steht hier: www.remstalkellerei.de .
    Zum Wohl!

    Einen wunderschönen Tag wünsche ich Ihnen.

    Ihr Ulrich Schweizer

    ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    A will partout nicht haften

    28. August 2011

    Ein juristisches Nachspiel wird es nicht haben, obwohl die A nicht haften wollten und es zu der Bruhus-Katastrophe in Böttingen kam.

    Böttingen, ein schnuckeliges Dörfchen auf der Schwäbischen Alb bei Münsingen, lockt seine geschätzten 15 Touristen jährlich nicht wirklich mit seinem historischen Marmorsteinbruch. Der nämlich ist nicht ausgeschildert und somit kaum zu finden. Und dabei gelangte der Ort im 18. Jahrhundert zu bescheidener Berühmtheit: Herzog Karl Eugen ließ im Neuen Stuttgarter Schloss einen Saal mit dem Böttinger Marmor auskleiden. Aber bevor ich hier den Text von der Website des Südwestrundfunks abschreibe, verweise ich doch lieber direkt dorthin:
    www.swr.de/archiv/regionen/marmorsteinbruch/-/id=6758680/nid=6758680/did=240512/e6uuhu/index.html

    In Böttingen kann man allerdings auch sehen, wie ein geniales Brauhaus-Geschäftsmodell scheiterte, weil ein (selbsternannter?) Handwerker an der Fassade pfuschte. Da die beiden A nicht haften wollten, kam der Betrieb über ein Bruhus nie hinaus. Was letztlich daraus wurde, zeigen die Fotos.

    Ein Bauhaus ohne zwei A ist keins.

    Ein Bauhaus ohne zwei A ist keins.

    Bruhus, das Nicht-Brauhaus und was aus ihm wurde.

    Bruhus, das Nicht-Brauhaus und was aus ihm wurde.

    Ich drücke Ihnen die Daumen, dass das nächste von Ihnen angestrebte Brauhaus auch über die zwei A verfügt und somit die Wahrscheinlichkeit größer ist, dort ein kühles Bier zu ergattern. Sollte in Ihrer Gegend allerdings ebenfalls eine große A-Knappheit herrschen, dann empfehle ich eine Weinstube.

    Ihnen einen super Wochenstart!

    Ihr Ulrich Schweizer

    ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Schneller und heißer Fotograf!

    25. August 2011

    Noch nie sah ich Bilder eines schnelleren und heißeren Fotografen: Mehrere Schüsse machte er innerhalb derselben Sekunde…

    Sie glauben nicht, was der Malerblatt-Redaktion alles auf den PC gebeamt oder auch in Papierform aufn Schreibtisch geschickt wird. Zum Beispiel von Tchibo ein Katalog. Was das nun mit Maler & Farbe zu tun hat? Tja, wir wollen mal nicht päpstlicher sein als der Papst und schauen das Sortiment wohlwollend durch: Funkwanduhren gibt es – und zwar in den verschiedensten Farben.

    Beeindruckend sind jetzt zwar nicht nur die Uhren, sondern die Leistungen des Fotografen.
    Am 12. 10., einem Sonntag, schoss er Fotos von zwei Uhren exakt um 10:46 und 58 Sekunden. Es hat 23,5 Grad Celsius. Auf der Freitagseinstellung, ebenfalls 10.46 Uhr, da zeigt das Thermometer noch 20,0 Grad an. Ein ziemlich heißer Typ also, der Bilderschießer. Oder ein cooler, je nach Betrachtungsweise.

    Weshalb die Uhr für mich natürlich so interessant ist: Eine Gangunsicherheit von nur einer Sekunde in dreißig Millionen Jahren! Bei manch anderer Uhr muss ich schon nach fünf Millionen Jahren die Zeit neu justieren. Und bei der Hektik in der Redaktion ist das jedes Mal ein Störfaktor.

    Die Funkwanduhr hat zu meiner großen Überraschung auch noch eine Snoozefunktion. Sagenhaft! Allerdings muss ich jetzt erst mal nachschlagen, was das sein könnte. Sapperlot, ich wurde fündig: snooze heißt schlummern, dösen, ein Nickerchen machen. Dann wiederum gibt die Uhr für uns Journalisten in der Malerblatt-Redaktion absout einen Sinn! Das wäre sogar der Hauptgrund für einen Kauf! 
    Eine Sneeze-Funktion wäre auch läppisch: dann könnte die Uhr niesen. Das erledigen wir schon noch selber.

    Alle 10:46 Uhr fotografiert, doch bei verschiedenen Temperaturen.

    Alle 10:46 Uhr fotografiert, doch bei verschiedenen Temperaturen.

    Ich schau gleich einmal, ob unsere Redaktionsuhr ebenfalls eine “Schlummerfunktion” hat.

    Herzliche Grüße
    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Meinungsverstärker

    22. August 2011

    Knüppeldick hinter den Ohren hat es ein Zeitgenosse mit viel Humor, der den Möbelriesen IKEA auf die Schippe nimmt. Das will ich Ihnen nicht vorenthalten.

    “Meinungsverstärker” Kloppe heißt ein Schlagstock, zu dem es in IKEA-Manier natürlich eine perfekte Gebrauchsanleitung gibt…

    Holzschlagstock "Kloppe" im Sonderangebot...

    Holzschlagstock "Kloppe" im Sonderangebot...

    Damit Sie wissen, wie man Kloppe benützt.

    Damit Sie wissen, wie man Kloppe benützt.

    Ich wünsche Ihnen eine wunderbare und sonnige Woche!

    Herzliche Grüße aus Leinfelden

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Jetzt erst recht

    18. August 2011

    Die Chancen-Gesellschaft. Mut zum Aufstieg in Deutschland. Das ist der Titel eines Buches von Rainer Nahrendorf in dem 15 Vordenker porträtiert werden. Einer der Porträtierten ist der Malermeister Dr. Carl-Heiner Schmid.

    Zweite Auflage! Das ist schon ein großes Kompliment, wenn es um Bücher geht und es bedeutet nichts anderes, als das hier: Die erste Auflage ist vergriffen, also komplett ausverkauft. Bei der Belletristik läuft das öfter so, dann nämlich, wenn der Autor mit seinem prominenten Namen glänzen kann. Bei Sachbüchern kommt das nicht gar zu häufig vor. Bei dem Werk von Rainer Nahrendorf war das aber so. Das langjährige Mitglied der Chefredaktion des Handelsblattes hatte sich also die richtigen Köpfe ausgesucht, die er vorstellt und deren Werdegang er beleuchtet. Unter den 15 Porträtierten sind beispielsweise Hans-Olaf Henkel, Andrea Nahles, Prof. Dr. Ulrike Detmers, Bodo Hombach sowie der Malermeister und Diplomkaufmann Dr. Carl-Heiner Schmid vom größten Malerbetrieb Europas, Heinrich Schmid.

    Im seinem Vorwort zitiert der Autor Erich Kästner: „Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.“ Die Porträtierten scheinen genau das gemacht zu haben. Charakterisiert werden sie folgendermaßen: „Die in diesem Buch porträtierten Vorbilder sind Aufsteiger. Sie sind entweder im Vergleich zu der Berufs-, Bildungs- oder Einkommensposition der Eltern (Generationenmobilität) aufgestiegen oder haben sich während ihrer Berufslaufbahn nach oben gearbeitet, ihr Einkommen oder ihren Status verbessert (Karrieremobilität).

    Es gibt wohl keine Führungskraft aus der Malerbranche, die die Malerwerkstätten Heinrich Schmid nicht kennt und nur wenige, die noch nichts von deren Vordenker und, Dr. Carl-Heiner Schmid, hörten. Der Alleingesellschafter der Unternehmensgruppe Heinrich Schmid wird von Rainer Nahrendorf so beschrieben: „Carl-Heiner Schmid ist eine charismatische, willens- und überzeugungsstarke Persönlichkeit.“ Dass die Schmids in der fünften Generation Maler sind, auch das ist zu lesen. Und dass zu Hause Anstand wie auch Bescheidenheit wichtige Tugenden waren, doch mit Lob im schwäbischen Sinne gegeizt wurde: „Nichts gesagt ist gelobt genug.“ Carl-Heiner Schmid selber sieht das rückblickend anders: „Ich habe viel zu spät die Tatsache begriffen: Was Wasser für den Körper ist, ist Anerkennung für die Seele.“

    Als sein Vater im Betrieb klagt, dass es im Malerhandwerk keine Führungskräfte gebe, will und kann er ihm das Gegenteil beweisen. Über regelmäßige Verkaufstrainings an der Meisterschule Stuttgart gewinnt er Nachwuchskräfte, die sich zudem zu wichtigen Multiplikatoren entwickeln: „Ein Guter stellt Gute ein, ein – mit handwerklichem Verlaub gesagt – Arsch Ärsche.“

    Auch an „handwerkstypischen Kraftausdrücken“ zur rechten Zeit mangelt es dem promovierten Unternehmer nicht, der sich selber so sieht: „Im Herzen Malermeister, im Kopf Diplomkaufmann.“ Carl-Heiner Schmid kann aber nicht nur ab und zu austeilen, sondern auch einstecken: „Ich habe hohe Nehmerqualitäten. Misserfolge fordern mich heraus. Geht nicht, gibt es für mich nicht.“ Wenn er Fehler macht und auch einmal Niederlagen hinnehmen muss, dann erwachen in ihm zusätzliche Kräfte: „Meine Antwort heißt dann: Jetzt erst recht.“

    Dr. Carl-Heiner Schmid: Im Herzen Malermeister, im Kopf Diplom-Kaufmann.

    Dr. Carl-Heiner Schmid: Im Herzen Malermeister, im Kopf Diplom-Kaufmann.

    Rainer Nahrendorf entdeckte bei seiner Recherche auch die regelmäßigen Kolumnen „Zur Sache“ in der Hauszeitung von Heinrich Schmid, „HS-Report“: „Viele zeichnen sich durch eine originelle Mischung aus Lebensphilosophie und unternehmerischem Klartext aus.“ Seit Jahren liegt der „HS-Report“ jeder Ausgabe des Malerblatts bei.
    Diese Buch-Besprechung wird fast identisch im September-Malerblatt zu finden sein. Die Leser des Malerblatt-Blogs haben hier über zehn Tage Vorsprung…

    Die 15 Porträts finden sich im Buch

    Die Chancen-Gesellschaft
    Mut zum Aufstieg in Deutschland
    Rainer Nahrendorf
    adiata Verlag
    256 Seiten
    ISBN: 9783940461094
    19,90 Euro
    Auch als ebook:
    Format: EPUB
    ISBN: 9783940461100
    12,99 Euro
    Erscheinen: Nov 2010
    www.adatiaverlag.de