• Home
  • über das Malerblatt
  • Impressum
  • rss News-Feed
  •  

    Total verschaukelt

    15. August 2011

    Sooooooo große Augen bekam ich beim Pilgern durch das Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Was dort an Architektur und an edlen Möbeln zu sehen ist, das beeindruckte mich schwer.

    Was dem Besucher-Auge aber fast entgeht, das ist ein nettes Schmankerl auf der Wiese zwischen den Ausstellungsgebäuden: eine Hollywoodschaukel aus Gerüst-Elementen.

    Egal, wer dafür verantwortlich zeichnet, ob Künstler oder Gerüstbauer: eine klasse Idee.

    Leider war ich durch einen Zaun vom Exponat getrennt und konnte erstens nicht näher ran und musste zweitens durch den Maschendrahtzaun knipsen. Aber zu erkennen ist es hoffentlich trotzdem.

    Achtung, Achtung, hier ist Maler- und Stuckateur-Hollywood.

    Achtung, Achtung, hier ist Maler- und Stuckateur-Hollywood.

    Der Schatten kommt vom Maschendrahtzaun.

    Der Schatten kommt vom Maschendrahtzaun.

    Sollten Sie in in Südbaden unterwegs sein, besuchen Sie das Vitra Design Museum unbedingt. Es ist wirklich superklasse!

    www.design-museum.de

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Ziemlich links

    13. August 2011

    Links ist da, wo der Daumen rechts ist. Nie war der halbgescheite Satz treffender als am heutigen Linkshändertag. Genau, der 13. August 2011 wird als Internationaler Tag der Linkshänder begangen. Übrigens sollen um die 20 Prozent der Bevölkerung Linkshänder sein.

    Das Handwerk schafft’s mit links. Diese Kampagne will darauf hinweisen, dass es viele spezielle Maschinen und Werkzeuge für Linkshänder gibt. Hier der Link zur entsprechenden Meldung bei www.handwerk.de:

    http://www.handwerk.de/presse/pressemitteilungen/details/article/das-handwerk-schaffts-mit-links.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=44c9125d83c6bfe9381952d1c3baa955

    Manche haben zwei linke Hände, wollen aber trotzdem fürs Handwerk arbeiten. Die werden dann beispielsweise Journalist…

    Zwei linke Hände und trotzdem fürs Handwerk arbeiten?

    Zwei linke Hände und trotzdem fürs Handwerk arbeiten?

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Ich hasse Schlampen

    11. August 2011

    Immer dann, wenn man keine Steigerung mehr für möglich hält, kommt der Beweis des Gegenteils. Schlampen, Mehrfachmörder oder MOP – all das sind Themen bei Graffiti, die derzeit wieder massenhaft auftreten.

    So, jetzt ist es amtlich: im südbadischen Neuenburg hasst mindestens einer Schlampen. Lange schon wollten wir das wissen und deshalb verewigte der Schlampen-Hasser seine Botschaft an einer Wand.

    Einer hasst Schlampen - und eine der Gehassten schrieb gleich zurück.

    Einer hasst Schlampen - und eine der Gehassten schrieb gleich zurück.

     

    In Nürtingen verewigte sich ein handwerklich sogar recht begabter Schablonensprayer mit einem Text von Charles Manson, der 1969 seinen Anhängern befahl, die Schauspielerin Sharon Tate und vier weitere Menschen zu ermorden. Das taten die dann auch. Tja, nun ist er auf der Mauer eines privaten Hauses in der schwäbischen Stadt verewigt.

    Vermutlich von einem Verehrer des Mordbuben Charles Manson. Tja...

    Vermutlich von einem Verehrer des Mordbuben Charles Manson. Tja...

     

    Ebenfalls in Nürtingen wurde in Bahnhofsnähe in verschiedenen Farben “MOP” an zig Hausfassaden via Schablone verewigt. Was das heißt, das weiß ich nicht, doch vielleicht Sie? Mich interessiert es zu wenig, als dass ich für die Recherche noch Zeit opfern wollte.

    Botschaft an alle Nürtinger: MOP.

    Botschaft an alle Nürtinger: MOP.

     

    Geradezu erfrischend sind dagegen die bunten Handabdrücke in Neuenburg.

    Trotz schöner Farben würde der Schiedsrichter pfeifen: Handspiel!

    Trotz schöner Farben würde der Schiedsrichter pfeifen: Handspiel!

     

    Eines meiner Lieblingssachbücher, “Der Tipping Point” von Malcolm Gladwell, beschreibt in einem Kapitel, dass die Graffiti-Sprayer am besten demotiviert werden können, wenn ihr “Werk” so schnell wie irgend möglich überstrichen wird. Das bietet nach wie vor ein Potenzial für clevere Maler: entweder eine solide Anti-Graffiti-Aktion durchziehen:  farblich auf den Untergrund abgestimmt überstreichen oder die Schmiererei entfernen. Es wäre allerdings auch eine wirksame Aktion für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, in kleinen Städten alleine oder sonst mit zwei, drei Kollegen die Graffiti feuerwehrschnell & kostenlos “neutralisieren” und das über die örtlichen Medien kommunizieren.

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt

     


    Offene Punkte

    9. August 2011

    Wieder einmal wurde ich Opfer meiner Sucht und so knipste ich im Schulungsraum eines Unternehmens geheimste Strategien, bei deren Umsetzung ganz bestimmt kein Stein mehr auf dem anderen bliebe.

    Um kein Hausverbot zu riskieren, wird der Name des Unternehmens hier nicht erscheinen. Jetzt hoffe ich nur, dass Sie nicht gleich die komplette Strategie kopieren und sich durch meine Veröffentlichung unlauter Vorteile verschaffen. Bitte also nicht eins zu eins in Ihrem Betrieb umsetzen!

    Leichtsinnig die geheimste Strategie am Flipchart hängen lassen...

    Leichtsinnig die geheimste Strategie am Flipchart hängen lassen...

     

    Steigen wir noch ein bisschen in die Materie ein: Augenscheinlich wurde bei der Gauß’schen Normalverteilung in der Kurve der Maximalwert mit einem Doppelpfeil markiert. Genau an dieser Stelle scheint man sich im Unternehmen momentan zu befinden. Oder man will dorthin. Oder man war dort. Irgendwie so halt.

    Weiter handelt es sich um exakt vier!!! offene Punkte, einer vermutlich offener als der andere.

    Der Clou des Ganzen: Das Framework oder gar das Design soll erneuert werden. Da kann ich noch nicht sagen, was für den Markt insgesamt bedeutender wäre. Ich vermute aber mal, das Framework. Wobei das Fragezeichen dahinter möglicherweise auch bedeuten könnte, dass diese Sache noch nicht verabschiedet, allerdings hart diskutiert und zumindest einmal festgehalten wurde, damit es den Teilnehmern der Strategierunde nicht wieder aus dem Kopf fällt.

    Insgesamt scheint es sich um eine recht brisante Geschichte zu handeln, die nach Umsetzung einen jahrelangen Vorsprung am Markt sichern soll. So zumindest meine Interpretation.

    Ausschließen kann ich es zwar nicht, doch hoffe ich, es handelt sich nicht nur um die Abstimmung der Kantinen-Mitarbeiter für den nächsten Wochen-Speiseplan (Framework) und für die Beilagen (Offene Punkte). Die Glockenkurve könnte sonst verdeutlichen, dass die Vorspeise kalorienmäßig noch okay ist, doch die Hauptspeise dann doch schon mächtig zuschlägt (Doppelpfeil) – und erst bei der Nachspeise wieder Entspannung herrscht. Hm ja, möglich ist natürlich auch diese Auslegung.

    Mir kommt da grad noch eine weitere Interpretations-Möglichkeit. Aber nö, ich lass’ es – das ginge dann sofort in Richtung Spekulation und wäre irgendwie total unseriös.

    Danke schön, dass Sie meinen Schalk im Nacken und eine Menge Klamauk ertragen haben!

    Herzliche Grüße

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt


    Lust oder Farbe?

    8. August 2011

    Manchmal reicht es, wenn die Lust fehlt. Oder die Farbe. Die Ergebnisse sind dann gleichermaßen unbefriedigend.

    In Dapfen, im Lautertal auf der Schwäbischen Alb gelegen, könnte malertechnisch schon noch einiges bewegt werden, wobei man ja nicht das Haar in der Suppe suchen und auch nicht das halb leere Glas sehen sollte. Sondern das halb volle. Also die gute Nachricht: das Garagentor ist in der linken oberen Ecke optimal gegen Witterungseinflüsse geschützt.

    Das Garagentor ist in der linken oberen Ecke optimal geschützt.

    Das Garagentor ist in der linken oberen Ecke optimal geschützt.

    Auch beim nächsten Foto der positive Ansatz: die Natur durfte sich ausbreiten und wurde nicht in die Schranken verwiesen.

    Tarnen und täuschen: finde die Türe!

    Tarnen und täuschen: finde die Türe!

    Ganz anders bei einer Treppe – da fehlte es weder an der Arbeitslust noch am Beschichtungsmaterial. Und doch wird nicht jeder euphorisch Lobeshymnen singen.

    Die Lust hat gereicht und die Farbe auch - daran mangelte es hier nicht.

    Die Lust hat gereicht und die Farbe auch - daran mangelte es hier nicht.

    Sollte das Auge in Dapfen ermüden, empfehle ich zur Regeneration die Einkehr ins alte Lagerhaus, wo Schokolade UND Seife hergestellt werden. Ja, Sie haben richtig gelesen: Schokolade UND Seife: www.lagerhaus-lauter.de .

    Herzliche Grüße

    Ihr Ulrich Schweizer ulrich.schweizer@konradin.de www.malerblatt.de www.malerblatt-wissen.de www.twitter.com/malerblatt