12. Oktober 2011
Weder Mailadresse noch Website ist auf einer großflächigen Werbung an einer Fassade in Köln zu finden. Nicht zu fassen. Wobei, ich will mal nicht zu streng sein: die letzte Aktualisierung fand vermutlich Mitte der Fünfzigerjahre statt.

Keine Mailadresse, keine Website, gar nichts.

Nach dem Krieg hatte Köln diverse Telefonzonen, zum Beispiel "West".
Diese schöne Fassade entdeckte ich bei einem Spaziergang durch Köln.
Vermutlich ist sie die Witwe von Gewürzschmidt, die mit ihren Kindern oder Enkeln nun einen Tick moderner auftritt:
www.schmidt-wwe.de
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Verfasst von Uli Schweizer
10. Oktober 2011
Bauernkrieg mit Pinsel und Spachtel? In Rixheim, Südelsaß, gibt’s das zu sehen. Ein echter Könner zauberte eine Szene von 1525 an den Giebel eines historischen Gebäudes. Der Schelm verewigte am scheinbar unvollendeten unteren Rand des Bildes noch seine Werkzeuge, Pinsel und Spachtel.
Leider kam es in den letzten Jahren verstärkt zu Putzschäden durch Ausblühungen. Und es erwischte auch besagte Werkzeuge…

In Rixheim/Südelsaß findet sich dieses Wandgemälde vom Bauernkrieg.

Erst auf den zweiten Blick zu sehen: Pinsel am unteren Rand des Bildes.

Die Spachtel ist noch mehr lädiert.

Bildausschnitt: Ich kenne keinen davon mehr persönlich.

Nicht mal die Jahreszahl musste ich googeln: Die Urkunde war der Spickzettel.
Hier gibt es weitere Infos zum Bauerkrieg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg
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Verfasst von Uli Schweizer
7. Oktober 2011
Verbrechen gegen den guten Geschmack, so will ich es mal nennen. Armin Huth vom gleichnamigen Malerbetrieb in Triefenstein schrieb das zu einer, na, wie soll ich sagen, nicht ganz gelungenen Farbgestaltung.
“Das sind die Städter aus Frankfurt. Die bringen Kultur aufs Land.” Hinter vorgehaltener Hand sagen das manche Triefensteiner. Armin Huth hatte die Baustelle mehrere Wochen im Auge, weil er auf seinem Nachhauseweg öfter daran vorbei kam: “Als am Samstag auf den eigentlich wunderschönen Natursteinsockel ein Sanierputzsystem mit circa 10 mm Putzdicke aufgebracht wurde, weckte das natürlich erneut mein Interesse. Gestern Abend traute ich dann meinen Augen nicht, als ich das fertige Endprodukt sah.”
Arbeitsverweigerung kann man ja von einem Handwerker nicht verlangen, doch dem Kollegen muss förmlich die Luft weggeblieben sein, als der Kunde exakt den ausgeführten Farbton wollte. Armin Huth ließ diese Entgleisung keine Ruhe: “Ich habe natürlich gleich bei den Nachbarn, die ich alle persönlich kenne, nachgefragt, weil ich das alles nicht glauben wollte. Aber mir wurde bestätigt, dass sich alle negativ bei der Besitzerin über die Farbkombination geäußert hätten, diese sich aber nicht von ihrem pinkfarbenen Sockel abbringen ließ.”
So, bitte setzen Sie Ihre Sonnenbrille auf. Sind Sie bereit? Sie haben es nicht anders gewollt:

Der Augenschmaus haute so manchen völlig vom Sockel...
Ob sich hinter der Türe das hauseigene Farbstudio des Auftraggebers verbirgt, ist nicht bekannt.
So, jetzt atmen wir alle wieder durch und schauen aus dem Fenster auf die vom Herbst gefärbten Blätter…
Ihnen ein prima Wochenende. Verdauen Sie den Wetterumschwung gut.
Ihr Ulrich Schweizer
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Verfasst von Uli Schweizer
5. Oktober 2011
Leidenschaft ist eine das Gemüt völlig ergreifende Emotion. Sie umfasst Formen der Liebe und des Hasses, wird aber auch für religiösen, moralischen oder politischen Enthusiasmus benützt und beschreibt die intensive Verfolgung von Zielen von beispielsweise Kunstliebhabern, Sammlern oder von Tierfreunden. Im ursprünglichen Sinn schwingt immer der Beilaut von etwas Zerstörerischem mit. Im heutigen Alltagssprachgebrauch wird das Leiden Schaffende jedoch oft verdrängt.
Das Zitierte oben steht unter “Leidenschaft” auf Wikipedia. Dass das Leiden Schaffende in der Tat manchmal verdrängt wird, zeigt das Foto, das die Malerblatt-Autorin Lisa Gleichauf in der Berufsschule von einem ihrer Schüler schoss.

So eine Malerlehre absolvieren manche wie im Schlaf.
Aber jetzt Schluss: ich werde mich mit ähnlich viel Leidenschaft wieder in meine Arbeit stürzen.
Herzliche Grüße
Ihr Ulrich Schweizer
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Verfasst von Uli Schweizer
4. Oktober 2011
Fast dreißig Grad und eine Knallsonne. Wer denkt da an die Weihnachtszeit? Viele Unternehmer zum Beispiel, die die Wohntage des Südbunds besuchten, dem Einkaufsverband für Heimtextilien.
Jawohl, irgendwie war es ein Schock, dem unrasierten Gesellen bereits im Spätsommer zu begegnen, der dann am 6. Dezember Kinder bedroht oder ihnen ein Präsent vorbeibringt. Wobei der Nachwuchs längst nicht mehr so verängstigt ist in der heutigen Zeit: bescheren statt beschweren, so wird es dem Nikolaus und seinem geweihten Schlittenzieher wieder entgegenschallen.

Der hier wurde längst zum Elch und hat somit den Elchtest bestanden!

Der Nikolaus lässt sich noch ein bisschen hängen.
So, jetzt habe ich genug damit zu tun, Weihnachten & angrenzende Fachgebiete schnell wieder aus meinem Kopf zu drängen, zumindest noch für ein paar Wochen.
Vorvorvorvorweihnachtliche Grüße
Ihr Ulrich Schweizer
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